Das Weihnachtsportal 2017

Weihnachtspyramiden – zauberhafte Dekoration aus dem Erzgebirge

Dekorationsartikel zu Weihnachten gibt es zahlreich, sei es modern oder klassisch – das breite Angebot lässt nahezu keine Wünsche offen.

Weihnachtspyramiden gehören zu den Klassikern, die in der Adventszeit nicht fehlen dürfen.

Die Ursprünge der heutigen Weihnachtspyramide gehen zurück bis ins Mittelalter. Während es in Süd- und Westeuropa üblich war, mit immergrünen Zweigen das Unheil in der dunklen Jahreszeit abzuwenden, nutzte man in Nord- und Osteuropa dazu das Licht. Daraus entstand der Drehbaum, welcher beide Traditionen verband. Im 18. Jahrhundert bestanden die damaligen Lichtergestelle aus vier mit grünen Zweigen gewobenen Stäben, die am oberen Ende ein Licht hatten. In vielen Kirchen wurden nach oben verjüngte Latten mit brennenden Kerzen aufgestellt und geschmückt. Im 19. Jahrhundert war die Berliner Weihnachtspyramide „Perjamide“, auch märkische Pyramide oder Perchtemite genannt, recht bekannt. Sie wurden aus Draht und Holz gefertigt und auf Weihnachtsmärkten verkauft. Daraus entstand dann später der Weihnachtsbaum.

Im Erzgebirge wurde dann die heute bekannte Form der Weihnachtspyramiden erfunden. Bergleute fühlten sich von den Lichtergestellen nicht – wie in anderen Gegenden – an einen Baum erinnert, sondern an einen Pferdegöpel, also an eine Maschine, die von Pferden angetrieben wird. Sie versahen das leere Stabgestell im Inneren mit Holzfiguren und schufen so die ersten Weihnachtspyramiden, wie wir sie heute kennen. Aus dem Erzgebirge stammt auch der Begriff „Pyramide“, welcher vermutlich erstmals zu Beginn des 18. Jahrhunderts verwendet wurde.

Mit der Zeit entstanden immer mehr Varianten an Figuren, die auf den Pyramiden ihre Runden drehten. Auch heute zieren nicht nur Engel, sondern auch Waldarbeiter, Tiere und vieles mehr die weihnachtliche Dekoration.

Auch wenn die Beliebtheit rasant anstieg, so wurden die Weihnachtspyramiden im Erzgebirge noch bis ins 20. Jahrhundert in kleinen Auflagen von Handwerkern hergestellt. Allerdings begann zu der Zeit auch die Serienproduktion der beliebten Pyramiden, die heute auf der ganzen Welt zur Weihnachtszeit die Wohnzimmer schmücken.

Heute gibt es sie in den verschiedensten Größen. Angefangen von kleinen wenige Zentimeter kleinen Pyramiden bis hin zu riesigen, begehbaren mit einer Höhe von mehr als 18 m. Sie können einstöckig sein oder sogar acht Etagen haben, auf denen sich die Figuren im Schein der Lichter drehen.

Wegzudenken sind sie nicht mehr, und falls sie doch einmal kaputt geht, kann man auf nahezu jedem Weihnachtsmarkt ein neues, außergewöhnliches Exemplar bekommen.