Das Weihnachtsportal 2017

Weihnachten in Dänemark

Das heilige Fest in Dänemark feiern

Die Straßen sind geschmückt und in den größeren Städten, sowie auf dem Land in den Schlössern werden Weihnachtsmärkte aufgebaut. Diese sind natürlich kleiner, als unsere in Deutschland. Doch sie stehen in ihrem Glanz nicht hinter der deutschen Pracht. Die Schaufenster bekommen Schneeflocken, Weihnachtsmänner und Tannenbäume und dazu gehört natürlich auch Schnee. Im Norden Dänemarks ist das Wetter bestens für Weihnachten, doch die südlichen Inseln und Südjütland haben nicht immer weiße Weihnachten.

Es gibt den Heiligabend, hier fängt alles an, mit einem Gottesdienst am Abend und die beiden Feiertage folgen. Die Geschäfte sind, wie in Deutschland dann meist auch geschlossen. Für die Familien ist das Weihnachtsfest sehr wichtig und hat lange Tradition. Der Gottesdienst in der Kirche bildet den weihnachtlichen Auftakt in Dänemark. Es gibt heute immer noch sehr viele Menschen, die regelmäßig die Kirche besuchen. Nach dem Gottesdienst gibt es dann ein ausgewogenes Abendessen, entweder Gans, Ente oder Schweinebraten. Dieser wird mit Rotkohl und braun glasierten Kartoffeln serviert.

Danach oder schon davor gibt es eine leckere Süßspeise, die „ris à l’amande“ heißt und kalt serviert wird. Diese Grütze oder auch Milchreis wird entweder vor oder nach dem Hauptgang eingenommen und ist ein Brauch, der schon viele Jahre in Dänemark an Weihnachten gemacht wird. Es liegt eine Mandel in dem Pudding und die Person, die diese Mandel bekommt, die darf das Geschenk auspacken. Zu dem Weihnachtsessen gibt es traditionell Rotwein und zur Grütze Malzbier, auch Koboldbier genannt.

 

Weihnachtstage

Wenn das Festessen vorbei ist, dann geht es weiter zum Weihnachtsbaum anzünden. Man tanzt in einem Kreis um den Baum und singt dabei Weihnachtslieder. Auch dieser Brauch ist schon seit vielen Generation sehr bekannt in Dänemark. Weihnachten wird dann anschließend mit den Weihnachtsgeschenken weitergefeiert. Diese liegen unter dem Weihnachtsbaum. Wie in vielen deutschen Wohnzimmern, kommt auch hier dann der Weihnachtsmann und bringt die Geschenk. Das ist ein Familienmitglied, häufig der Opa, der sich als dieser verkleidet hat und meist in einem Kostüm steckt. Er kommt mit dem Schlitten an. Ursprünglich brachte der „Nisse“, der Kobold hier jedoch die Geschenke. Skandinavien ist ja bekannt für seine Kobolde und so wurde dieser dann im 19. Jahrhundert mit Weihnachten verknüpft. Erst gegen Ende des Jahrhunderts lernten die Dänen den Weihnachtsmann kennen. Dieser kam nämlich ursprünglich aus Amerika und drängte den Nissen immer weiter in den Hintergrund.

 

Traditionen und Bräuche

Weihnachten ist ein Familienfest und an den Feiertagen wird natürlich auch zusammen gegessen. Neben dem Entenbraten oder dem Schwein gibt es auch regionale Gerichte, die zusammen an einem großen Tisch eingenommen werden. Ein Beispiel dafür ist Weiß- und Grünkohl, ein traditionelles Gericht, was sich in Dänemark vor allem im Winter sehr verbreitet hat. Auch hierzu wird gern Fleisch gereicht. In viel früheren Zeiten gab es ab dem Heiligabend ein sehr langes Weihnachtsfest, welches bis zum 2. Februar, zu Maria Lichtmess reichte. Es gab in dieser Zeit unzählige Weihnachtsbasare und -veranstaltungen. Heute endet das Fest schon nach den Feiertagen oder spätestens nach den heiligen drei Königen am 6. Januar. Viele Feste, Weihnachtsmärkte und Basare finden deshalb schon vor dem Weihnachtsfest im Dezember statt.