Das Weihnachtsportal 2017

Weihnachtsmann – ein Traumjob?

Die Kinder freuen sich auf ihn, so mancher Erwachsene hätte gern seinen Job. Einen Tag im Jahr arbeiten, wer möchte das nicht? Aber ist das wirklich so?

Nordpol, das Haus des Weihnachtsmanns. Wenige Tage vor Weihnachten ist hier Action angesagt. Elfen packen Geschenke, planen die Route, putzen die Rentiere, der Schlitten muss noch zum TÜV… Stress. Währenddessen sitzt der Weihnachtsmann in seinem Büro. Noch immer kommen von überall auf der Welt Briefe an. Die Wunschzettel der Kinder. Sarah wünscht sich nur eines: ein Pony! Ein echtes, bitte. In weiß. Der Weihnachtsmann schmunzelt. Damit wären ihre Eltern wohl kaum einverstanden. Außerdem… ein Pony in der Großstadt? Nicht machbar. Trotzdem möchte er sie glücklich machen. Sie war das ganze Jahr über artig, zumindest meistens. Im Computer verzeichnet er neben ihrem Namen ein weißes Plüschpony und einen Reitkurs. Das dürfte ein eigenes Pony wettmachen.

Der nächste Brief. Von.. ähm… nun ja. Der Name ist nicht leicht zu lesen. Dieses Kind scheint recht jung zu sein, es hat seinen Namen von rechts nach links geschrieben. Mit Buntstiften. Santa rückt seine Brille zurecht und grübelt. T.. To… Tob.. ah, TOBIAS! Jetzt weiß er, um wen es sich handelt. Ein kleiner Blondschopf aus Hamburg. Macht gern Blödsinn und gibt seiner kleinen Schwester die Schuld. Naja. Sie ist erst ein Jahr alt, wehren kann sie sich nicht. Ob der ein Geschenk verdient hat? Der Weihnachtsmann ist skeptisch, bis er den Wunsch entziffert hat. „Ich wünsche mir, dass alle Menschen glücklich sind!“ Der alte Mann nimmt die Brille ab. Damit hatte er bei dem Kleinen nicht gerechnet. Er nimmt seinen Füller und schreibt Tobias einen Brief. Mit einfachen Worten erklärt er, das Tobias dazu selber beitragen kann. Indem er seine Schwester nicht mehr ärgert. Auf seine Mama hört. Anderen hilft. Es ist eigentlich ganz einfach.

Die Wünsche der Kleinen sind gar nicht so unterschiedlich. Ein Handy, ein Einhorn (wenn das nicht geht, wäre ein Pony auch okay), Spielekonsolen, Haustiere… das übliche.

Ein paar Tage später. 23. Dezember. 6 Uhr. Die Frühschicht beginnt ihre Arbeit. Die Geschenke kommen in den Sack. Die Elfen polieren den Schlitten noch ein letztes Mal, die Rentiere werden gestriegelt und aus dem Stall geholt. Rudolf passt nicht in sein Geschirr. Der hat schon wieder zugenommen! Donner hat keine Lust, die Elfen müssen ihn quasi am Geweih aus der Box ziehen. Der Weihnachtsmann zieht sich an. Raus aus dem Hausanzug, rein in die Dienstkleidung. Dieses Mal passt sie. Letztes Jahr musste er ein Korsett drunter ziehen. Das war alles andere als bequem!

Um Mitternacht beginnt die heiße Phase. Alles steht bereit, der Weihnachtsmann steigt in den Schlitten, die Fahrt geht los. Millionen Kinder erwarten ihre Geschenke. Und während die Rentiere Kurs auf das erste Haus nehmen, sitzt der Weihnachtsmann in Gedanken versunken auf dem Schlitten. Warum glauben Erwachsene nicht an den Weihnachtsmann? Es läuft immer gleich. Als Kind schreiben sie Wunschzettel, freuen sich auf die Bescherung und hoffen, dass der Weihnachtsmann nichts von ihren nicht ganz so lieben Phasen bemerkt hat. Und irgendwann, irgendwo zwischen Kindergarten und Schule, verlieren sie den Glauben an den alten Mann in seinem roten Kostüm. Weil ihnen jemand erzählt, dass es ihn nicht geben würde. Dass eigentlich Mama und Papa die Geschenke kaufen.

Nun ja. Eigentlich wissen wir alle, dass es eben auch so ist. Aber Weihnachten ist mehr als nur ein Fest mit Weihnachtsbaum, Geschenken und Essen. Es ist eine magische Zeit. Und wenn man sich zwischen all dem Alltagsstress mal ein wenig Zeit nimmt, bemerkt man all die Lichter, welche die Städte schmücken. Die Weihnachtsmärkte, wo es viele kleine Kostbarkeiten gibt. Die Häuser, in denen Kerzen leuchten und Weihnachtsbäume liebevoll geschmückt werden. Wo Kekse gebacken werden, Wunschzettel geschrieben werden und Kinderaugen leuchten, wenn die Geschenke unter den Bäumen liegen.

Vielleicht sollten wir alle uns zur Weihnachtszeit ein klein wenig Zeit nehmen und all das einfach genießen.