Das Weihnachtsportal 2017

Weihnachtsbräuche in Mexiko

Weihnachten in Mexiko ist mehr als nur Heiligabend

Wer Weihnachten in Mexiko erleben will, der wird ins Staunen kommen. Denn für die Mexikaner beginnt die feierliche Weihnachtszeit, mit Bräuchen und Traditionen mit dem 1. Dezember, um in einem fulminantem Spektakel am 24. Dezember zu enden. Es ist ein farbenfrohes und freudiges Fest. Besinnung und Ruhe stehen hier weniger auf dem Programm, als viel mehr kulinarische Köstlichkeiten, Pinatas, Posadas und Pastorelas. Nicht zu vergessen die Familie. Denn hier steht Weihnachten ganz im Zeichen sozialer Zusammenkünfte, gemeinsamen Erlebens und der Familie. Zu Weihnachten wird in dem südamerikanischen Staat gefeiert, getanzt, gelacht und jede Menge Spaß gehabt.

 

Klassisch Mexikanisch: Der Posadas Brauch

Die Heilige Geschichte der Weihnacht beginnt mit Maria und Josef und ihrer Suche nach einer Posada, einer Herberge für die Nacht. Dieser Suche und Reise widmen sich die Mexikaner mit besonderer Innigkeit und treffen sich daher gemeinsam, um die Posada nachzuempfinden. Hierzu verkleiden sie sich, bitten um Einlass, werden abgewiesen, nur um beim dritten Versuch die Türen geöffnet zu begonnen.

Mit ihrem Einlass beginnen die Feierlichkeiten. Dann klirren die Gläser, dann rockt der Bass. Großartig religiöse Motive, Aspekte und Andachten findet man bei den heutigen Posada feiern weniger. Dafür eine umso üppigere Speisetafel mit traditionell mexikanischen Speisen, wie süße Krapfen (Bunuelos) und Punch für Klein und Groß. Endet die Posada bei einer Familie, wird am nächsten Tag zur Posada bei einer anderen Familie geladen. So lange, bis die Weihnachtszeit ihren Gipfel erreicht. Für die kleinen Gäste der Posada sind die Pinatas oft das größte Highlight. Dieser klassische mexikanische Brauch, darf natürlich auch nicht in der Weihnachtszeit fehlen. Posadas werden in der Regel ab dem 16. Dezember abgehalten … und zwar dann non-stop.

 

Der 24. Dezember in Mexiko …

… wird klassisch mit der ganzen Familie gefeiert … und hier meinen die Mexikaner ihre Großfamilie, mit Tanten, Onkeln, Nichten, Neffen und der Schwägerin aus 3. Ehe. Dabei ist es meistens die älteste Generation einer Familie, die ihre Kinder und Nachkommen um sich sammelt, um die Geburt Jesu zu feiern. Es sind gemütliche Abende, in denen auch nicht der Weihnachtsbaum mit Lichterkette fehlen darf. Klassisch aufgetischt wird meistens ein schön saftiger Truthahn. Der oft allerdings erst nach dem Besuch der Mitternachtsmesse genossen wird.

 

Geschenke unterm Weihnachtsbaum? Weihnachtsbräuche etwas anders

In Europa wird Weihnachten auch immer mit Geschenke verbunden. Diese sollen sich haufenweise unter dem Tannenbaum am 24. Dezember stapeln. Nicht aber so in den mexikanischen Gemeinden und Familien. Denn der Weihnachtsgeschichte zu folge, haben die Heiligen Drei Könige das Jesuskind erst am 6. Januar mit ihren Gaben und Geschenken erreicht. Diesem Glauben folgen auch die meisten Mexikaner und zwar mit einem weiteren Fest am 6. Januar, dass dem europäischen Weihnachten hinsichtlich Geschenke und Gaben gleicht.

 

Die Weihnachtsbräuche ähneln sich, haben sie ja auch den gleichen Ursprung. Hinsichtlich kulinarischer Köstlichkeiten, Bräuche und Traditionen hat das mittelamerikanische Land der christlichen Feierlichkeit ihren eigenen kulturellen Stempel aufgedrückt. Es ist ein farbenfrohes Fest, voller Freude, in der Menschlichkeit und Anteilnahme einen hohen Stellenwert haben.