Das Weihnachtsportal 2017

Advent

Was steckt hinter der Adventszeit?

Die Zeit, in der die Innenstädte zu leuchtenden Straßen werden und mit den Weihnachtsmärkten für eine traumhafte Kulisse sorgen – das ist die Adventszeit heute.

Aber wie auch Weihnachten hat der Advent einen christlichen Hintergrund. Die Adventszeit ist die Zeit der Vorbereitung für das Weihnachtsfest und kann bis ins 5. Jahrhundert nach Italien zurückverfolgt werden. Der Grund für die Verbreitung außerhalb des Landes sind die Franziskaner.

In ihrer heutigen Form besteht die Adventszeit seit dem 7. Jahrhundert, wobei es zunächst zwischen 4 und 6 Adventssonntagen gegeben hat. Papst Gregor der Große bestimmte dann, dass es 4 Sonntage sein sollen. Die Zahl 4 soll für ein Symbol für die 4000 Jahre sein, die die Menschen nach dem Sündenfall auf ihren Erlöser warten mussten. Den Beschluss, dass die Adventszeit weltweit an den 4 Sonntagen vor dem 1. Weihnachtstag gefeiert werden soll, traf Papst Pius V. im Jahr 1570.

Die Adventszeit dauert immer zwischen 22 und 28 Tagen. Sie beginnt mit dem ersten Adventssonntag und endet am Heilig Abend. Der Grund für die unterschiedliche Dauer der Adventszeit besteht darin, dass der erste Advent an einen Tag gebunden ist (Sonntag) und das Ende der Adventszeit ein an einen bestimmten Tag im Monat (24. Bzw. 25. Dezember).

Ein materielles Symbol für die Adventszeit ist der Adventskranz. An jedem Adventssonntag wird dann eine Kerze angezündet.

Vor allem bei den Katholiken hat jeder Adventssonntag eine besondere Bedeutung. Während am 1. Advent auf die Geburt Christi hingewiesen wird, ist der 2. Advent zur Vorbereitung auf Weihnachten und die Geburt von Jesu Christi da. Der 3. Advent ist Johannes dem Täufer gewidmet und Maria ist der Mittelpunkt des 4. Adventssonntages.

Die Adventszeit sollte für uns alle eine besinnliche Zeit sein, in der wir uns in aller Ruhe auf Weihnachten vorbereiten. In Wirklichkeit schleicht man über volle Weihnachtsmärkte, kauft in den übervollen Städten jede Menge Geschenke und muss noch 5000 andere Sachen vorbereiten. Dabei sollte die Adventszeit doch eigentlich eine Zeit der Gemütlichkeit sein: Ein Feuer flackert im Kamin, Duftkerzen verbreiten einen angenehmen Geruch und gemütliches Licht, eine dampfende Tasse Tee steht auf dem Tisch und man selbst sitzt mit einem guten Buch und einer Wolldecke auf dem Sofa. Vielleicht sollte man sich das für dieses Jahr mal vornehmen. Und vielleicht klappt das ja dann sogar.