Das Weihnachtsportal 2017

Dresdner Striezelmarkt

Der Striezelmarkt hat bis heute viele handwerkliche Traditionen beibehalten.

Die Anfänge des Dresdner Weihnachtsmarktes gehen zurück bis ins Jahr 1434, und damit gehört der Striezelmarkt zu den ältesten Deutschlands. Der Name Striezel leitet sich ab von Struzel bzw. Striezel, wie im Mittelhochdeutschen der Dresdner Stollen genannt wird.

Der Striezelmarkt hat bis heute viele handwerkliche Traditionen beibehalten. Die mehr als 250 Händler und Schausteller bieten hauptsächlich volkstümliches Kunsthandwerk an. Dazu gehören viele Dinge, die sicher in jedem Haus als Weihnachtsdekoration zu finden sind: Pyramiden, Schwibbögen, Engel und Räuchermänner sind hier ebenso zu entdecken wie Weihnachtssterne, liebevoll gestaltete Dekorationen aus Glas und Spielzeuge aus Holz.

Natürlich findet man auf dem Weihnachtsmarkt in Dresden auch typische Leckereien wie Mandeln, Waffeln, Glühwein und Punsch. Aber auf keinen Fall sollte man an dem berühmten Dresdner Stollen vorbeigehen. Auch die Pulsnitzer Pfefferkuchen, Pfannkuchen und der Glücksbringer aus Backpflaumen, der Pflaumentoffel, sind typische traditionelle Backwaren für den Striezelmarkt.

Die Dekoration ist beeindruckend. Das Tor zum Dresdner Striezelmarkt besteht aus einem riesigen begehbaren Schwibbogen, welcher 13,5 m breit und etwa fünf Meter hoch ist. Die erzgebirgische Stufenpyramide ist mit einer Höhe von 14,62 m ebenfalls schon von weitem zu sehen und steht in der Mitte des Altmarktplatzes.

Der Striezelmarkt bietet während seiner Öffnungszeit vom 29. November bis zum 24. Dezember ein umfangreiches Programm, beginnend mit der Eröffnungszeremonie und dem Ökumenischen Gottesdienst am 29. November. Am 1. Advent wird das Dresdner Pfefferkuchenfest gefeiert, wo die mittlerweile 11. Pfefferkuchenprinzessin gekrönt wird. Außerdem wird der Pfefferkuchenorden an ausgewählte Personen aus der Region verliehen. Das Stollenfest am 9. Dezember bietet einen Riesenstollen und wird von einem umfangreichen Bühnenprogramm begleitet. Höhepunkt ist der Festumzug mit mehr als 500 Akteuren.

Der 2. Advent steht ganz im Zeichen des Pflaumentoffelfestes. Hier kann man mehr über die Geschichte des Dresdner Pflaumentoffels und seiner Entstehung zum Glücksbringer erfahren. Die lange Striezelnacht – auch Sternstunden genannt – bietet am 15. Dezember besondere Angebote der Händler. Am 16. Dezember kann jeder beim Dresdner Pyramidenfest an einem Gesangswettbewerb teilnehmen. Dem Sieger winkt eine original erzgebirgische Pyramide. Am vierten Advent wird das Wahrzeichen des Striezelmarktes, der Schwibbogen, gefeiert.

Wer lieber bargeldlos auf dem Weihnachtsmarkt unterwegs ist, der kann sich im Vorfeld – ab November – die sogenannten Striezeltaler besorgen. Diese werden beim Dresdner Weihnachtsmarkt als offizielles Zahlungsmittel bei allen Händlern anerkannt. Ein Taler entspricht einem Euro. Beim Kauf erhält man für 10 Euro jedoch 11 Taler, also einen Extra-Taler. Erworben werden können diese in der QF-Passage an der Frauenkirche, im Hauptbahnhof und ab dem 29. November auch direkt auf dem Markt.